



Preßnitztal gehört zu den landschaftlich schönsten Erzgebirgstälern. Die steilen,
mit Fels durchbrochenen Hänge in den bis zu 200 Meter tiefen Tälern,
sind größtenteils mit Laubwäldern bewachsen.
Über Jahrtausende hat dieses Kerbsohlental einer der wasserreichsten Flüsse
der Region gestaltet, die Preßnitz.
Das Hauptquellgebiet der Preßnitz befindet sich in der Nähe der Roten
Sudel (früherer Name), einem Hochmoorgebiet zwischen Kováøská (Schmiedeberg)
und Mìdìnec (Kupferberg) auf der böhmischen Seite des Erzgebirges.
Ursprünglich floss sie am Ortsrand der Freien Bergstadt Preßnitz vorbei.
Heute strömt sie u. a. mit dem Hamersky potok (Hammerlebach) und dem Požarní potok
(Reischdorfer Bach) in den Pøíseènice Stausee (Preßnitz Stausee). Für
dieses Trinkwasser-Reservoir, das die Industriesiedlungen im Egertal
versorgt, wurden im Einzugsgebiet die Dörfer Rusová (Reischdorf), Dolina
(Dörnsdorf) und Kotlina (Köstelwald) geopfert. Auch Mezilesí (Orpus)
verschwand in den 1970'er Jahren. Die Bergstadt Preßnitz (Pøíseènice)
selbst wurde 1975 geflutet.
Bei Kryštofovy Hamry (Christophhammer) verlässt die Preßnitz Böhmen und
fließt in das Preßnitztal.
An den Ufern der Preßnitz begegnet man oft in dichten Beständen der Weißen
und der Gemeinen Pestwurz. Im Sommer werden diese Stellen vom satten Grün
ihrer großen, huflattich-ähnlichen Blätter dicht bedeckt. An einigen Stellen
findet man auch im Schatten der Erlen die blauen, helmförmigen Blüten
des bunten Eisenhutes. An lichtoffenen Standorten entwickelt sich die
Farbenpracht der Hochstaudensäume und im Frühling leuchtet weithin das
Gelb der Sumpfdotterblumen, später das Mädesüß. Weiterhin kann man hier
finden: Den behaarten Kälberkropf, Sumpfschafgarbe, Wald-Engelwurz, Sumpf-
und Waldstorchschnabel, die Akeleiblättrige Wiesenraute, Schlangenknöterich
und den Gilbweiderich.
Im sauerstoffreichen Wasser der Preßnitz sind u. a. die Groppe und das
Bachneunauge zu beobachten.
Diese Lebensräume sind für interessierte Besucher leicht zugänglich, denn
entlang der Strecke der Preßnitztalbahn und auf dem Bahnkörper des nicht
wieder errichteten Streckenteils der Schmalspurbahn Jöhstadt - Wolkenstein
wurde ein leicht zu befahrender, 12 km langer Radwanderweg geschaffen.
Einige Orte auf böhmischer und auf sächsischer Seite der Grenze:
Durch den Bau des Pøíseènice - (Preßnitz -) Staudamms existieren
einige Ortschaften nicht mehr. Diese sind mit einem Sternchen gekennzeichnet.
Auf der Karte oben rechts sind die Orte direkt aufrufbar.
In Böhmen:Dolina (Dörnsdorf)*Rusová (Reischdorf)* Kotlina (Köstelwald)* Pøíseènice (Freie Bergstadt Preßnitz)* Mezilesí (Orpus)* Kryštofovy Hamry (Christophhammer) Mìdìnec (Kupferberg) Kováøská (Schmiedeberg) Èerný Potok (Pleil und Sorgenthal) Vejprty (Weipert) Louèná (Böhmisch-Wiesenthal) |
In Sachsen:JöhstadtSchmalzgrube Steinbach Oberschmiedeberg Mittelschmiedeberg Niederschmiedeberg Oberwiesenthal Bärenstein |
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