Weipert Reischdorf Köstelwald Dörnsdorf Orpus Kupferberg Christophhammer Freie Bergstadt Preßnitz Böhmisch - Wiesenthal Schmiedeberg

Pressnitztalkarte Preßnitztal gehört zu den landschaftlich schönsten Erzgebirgstälern. Die steilen, mit Fels durchbrochenen Hänge in den bis zu 200 Meter tiefen Tälern, sind größtenteils mit Laubwäldern bewachsen.
Im Frühjahr tauchen Birken, Eschen und Bergahorn das Tal in ein helles Grün und im Herbst in ein buntes Farbenmeer. Preßnitz- und Rauschenbachtal Über Jahrtausende hat dieses Kerbsohlental einer der wasserreichsten Flüsse der Region gestaltet, die Preßnitz. Das Hauptquellgebiet der Preßnitz befindet sich in der Nähe der Roten Sudel (früherer Name), einem Hochmoorgebiet zwischen Kováøská (Schmiedeberg) und Mìdìnec (Kupferberg) auf der böhmischen Seite des Erzgebirges. Ursprünglich floss sie am Ortsrand der Freien Bergstadt Preßnitz vorbei. Preßnitztalsperre Heute strömt sie u. a. mit dem Hamersky potok (Hammerlebach) und dem Požarní potok (Reischdorfer Bach) in den Pøíseènice Stausee (Preßnitz Stausee). Für dieses Trinkwasser-Reservoir, das die Industriesiedlungen im Egertal versorgt, wurden im Einzugsgebiet die Dörfer Rusová (Reischdorf), Dolina (Dörnsdorf) und Kotlina (Köstelwald) geopfert. Auch Mezilesí (Orpus) verschwand in den 1970'er Jahren. Die Bergstadt Preßnitz (Pøíseènice) selbst wurde 1975 geflutet. Bei Kryštofovy Hamry (Christophhammer) verlässt die Preßnitz Böhmen und fließt in das Preßnitztal.
Der Fluss wurde ab Schmalzgrube von der Schmalspurbahn Jöhstadt - Wolkenstein begleitet. Die 1892 errichtete Strecke wurde am 13. Januar 1984 stillgelegt. Seit 1989 wurde ein 8 km langes Teilstück dieser Schmalspurstrecke von Jöhstadt bis nach Steinbach von der IG Preßnitztalbahn e.V. restauriert und für Museumsbahnfahrten wieder in Betrieb genommen. Die Preßnitz passiert nun die Orte Steinbach, Ober-, Mittel- und Niederschmiedeberg, Boden, und mündet zwischen Streckewalde und Wolkenstein in die Zschopau.
Der Talraum wurde bis ins 19. Jahrhundert hinein industriell erschlossen. Die zahlreichen Fabrikanlagen und die Preßnitztalbahn legen davon Zeugnis ab.
Bis in die Gegenwart hat sich eine wertvolle Natur erhalten, was dazu führte, daß ein großer Teil des Tales in das europäische Netzwerk "Natura 2000" eingebracht wurde. Damit ist es - wie etwa 100 weitere zu schützende Gebiete im Regierungsbezirk Chemnitz - in die "Flora-Fauna-Habitat-Richtiline" integriert worden, die in ganz Europa vor allem den Fortbestand bedeutender wild lebender Pflanzen- und Tierarten sichern soll.

Pressnitztalbahn An den Ufern der Preßnitz begegnet man oft in dichten Beständen der Weißen und der Gemeinen Pestwurz. Im Sommer werden diese Stellen vom satten Grün ihrer großen, huflattich-ähnlichen Blätter dicht bedeckt. An einigen Stellen findet man auch im Schatten der Erlen die blauen, helmförmigen Blüten des bunten Eisenhutes. An lichtoffenen Standorten entwickelt sich die Farbenpracht der Hochstaudensäume und im Frühling leuchtet weithin das Gelb der Sumpfdotterblumen, später das Mädesüß. Weiterhin kann man hier finden: Den behaarten Kälberkropf, Sumpfschafgarbe, Wald-Engelwurz, Sumpf- und Waldstorchschnabel, die Akeleiblättrige Wiesenraute, Schlangenknöterich und den Gilbweiderich.
Im sauerstoffreichen Wasser der Preßnitz sind u. a. die Groppe und das Bachneunauge zu beobachten.
Diese Lebensräume sind für interessierte Besucher leicht zugänglich, denn entlang der Strecke der Preßnitztalbahn und auf dem Bahnkörper des nicht wieder errichteten Streckenteils der Schmalspurbahn Jöhstadt - Wolkenstein wurde ein leicht zu befahrender, 12 km langer Radwanderweg geschaffen.

Einige Orte auf böhmischer und auf sächsischer Seite der Grenze:
Durch den Bau des Pøíseènice - (Preßnitz -) Staudamms existieren einige Ortschaften nicht mehr. Diese sind mit einem Sternchen gekennzeichnet. Auf der Karte oben rechts sind die Orte direkt aufrufbar.

In Böhmen:

Dolina (Dörnsdorf)*
Rusová (Reischdorf)*
Kotlina (Köstelwald)*
Pøíseènice (Freie Bergstadt Preßnitz)*
Mezilesí (Orpus)*
Kryštofovy Hamry (Christophhammer)
Mìdìnec (Kupferberg)
Kováøská (Schmiedeberg)
Èerný Potok (Pleil und Sorgenthal)
Vejprty (Weipert)
Louèná (Böhmisch-Wiesenthal)

In Sachsen:

Jöhstadt
Schmalzgrube
Steinbach
Oberschmiedeberg
Mittelschmiedeberg
Niederschmiedeberg
Oberwiesenthal
Bärenstein
Auf dem Erzgebirgskamm